Archiv für Photovoltaik / Solar

Öl-Brennwertanlage mit Solar erhält hohe Förderprämie

KesseltauschWer sich von einem veralteten Heizkessel trennt und ihn durch ein sparsames Öl-Brennwertgerät ersetzt, erhält attraktive staatliche Zuschüsse. Wird die Brennwertheizung mit einer Solarwärmeanlage kombiniert, können sich die Fördermittel auf insgesamt rund 2.800 Euro summieren.

Staatshilfe für Heizungsmodernisierung

Juni 09
Rund 1,7 Millionen Ölheizungen in der Bundesrepublik werden seit mehr als 18 Jahren betrieben. Weil diese Anlagen deutlich zu viel Energie verbrauchen, sollten ihre Besitzer jetzt eine Heizungsmodernisierung angehen und auf effiziente Öl-Brennwerttechnik mit Solar umstellen. Denn selten war die staatliche Förderung für den Austausch eines veralteten Heizkessels gegen ein sparsames Öl-Brennwertgerät mit Solarunterstützung so günstig wie in diesem Jahr: Auf insgesamt rund 2.800 Euro summiert sich die Staatshilfe.
Staatliche Fördermittel für eine Heizungsmodernisierung fließen im Rahmen des Marktanreizprogramms für die Nutzung erneuerbarer Energien (MAP) über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie über das Förderprogramm „Energieeffizient Sanieren“ der KfW-Bankengruppe.

Marktanreizprogramm bezuschusst Öl-Brennwerttechnik mit Solar
Wird ein konventioneller Heizkessel durch ein Öl-Brennwertgerät ersetzt und gleichzeitig eine beispielsweise zwölf Quadratmeter große Solaranlage für Warmwasser und Heizung eingebunden, beträgt die staatliche Fördersumme aus dem MAP insgesamt 2.260 Euro. Der Betrag teilt sich auf in: 1.260 Euro Solarzuschuss, 750 Euro Bonus für das Öl-Brennwertgerät, 200 Euro für die Installation einer besonders effizienten Umwälzpumpe und 50 Euro für eine hoch effiziente Solarpumpe. Zusätzlich können bis zu 1.200 Euro der handwerklichen Lohn- und Fahrtkosten direkt von der individuellen Steuerschuld abgezogen werden; im Beispiel sind etwa 500 Euro absetzbar. Damit addiert sich die Fördersumme auf insgesamt rund 2.800 Euro. Die gesamten Investitionskosten für eine solche Anlage betragen je nach örtlichen Gegebenheiten zwischen 15.000 und 18.000 Euro. Damit kann eine Energieeinsparung von bis zu 40 Prozent erzielt werden.

KfW unterstützt Brennwerttechnik mit Zuschuss oder Kredit
Wer keine Solaranlage einbinden kann, geht trotzdem nicht leer aus. Die KfW bezuschusst den Einsatz von Brennwerttechnik bei Heizungserneuerungen mit fünf Prozent der Investitionskosten. Bei Kosten von durchschnittlich rund 8.000 Euro für einen neuen Öl-Brennwertkessel einschließlich Installation werden mithin 400 Euro erstattet. Alternativ kann die neue Öl-Brennwertanlage auch mit einem zinsgünstigen KfW-Kredit finanziert werden.

Unter www.oelheizung.info erfahren Modernisierungsinteressenten, welche Förderprogramme für ihr konkretes Objekt infrage kommen. Berücksichtigt werden auch potenzielle Programme der Bundesländer und Kommunen. Sachsen zum Beispiel hat soeben eine „Abwrackprämie“ für Altkessel eingeführt: Der Austausch einer alten Heizung gegen Brennwerttechnik wird von der Landesregierung mit 1.250 Euro bezuschusst.

Individuelle Fördermittelsuche unter: www.oelheizung.info

Bildnachweis: IVVO

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Kostenlose Wärme tanken im ersten Rosenheimer Sonnenhaus

mehr Bauinformationen

Solarhaus 50+
(PA) Derzeit gibt es in Rosenheim eine interessante Besonderheit zu bestaunen: den Bau des ersten ganzjährigen Sonnenhauses der Stadt. Das von Dipl. Ing. Architekt Hanns Thäle geplante „Solarhaus 50+“ gewinnt die Energie für Heizung und Warmwasser zu 63 Prozent aus der Sonne und ist damit ganz vorne unter den zukunftsorientierten Bauweisen. Das Haus ist weitgehend nach ökologischen Gesichtspunkten geplant und garantiert den zukünftigen Bewohnern Flexibilität, Wirtschaftlichkeit und Selbstbestimmung.

Unabhängig von fossiler Energie – für immer

Sonnenhäuser sind Häuser, die zu mehr als 50 % solar beheizt sind, daher auch der Begriff Solarhaus 50+. Erstmalig entsteht ein Sonnenhaus mit ca. 63 % solarem Deckungsgrad in der Stadt Rosenheim. Knapp 32 Quadratmeter Sonnenkollektoren sorgen für heisses Wasser, das in einem 7,2 Kubikmeter fassenden Pufferspeicher deponiert wird. Die zukünftigen Bewohner des Sonnenhauses können also vollständig auf fossile Energieträger verzichten und sind damit unabhängig von steigenden Öl- und Gaspreisen.

So funktioniert das Rosenheimer Sonnenhaus

Die Sonnenkollektoren liefern an sonnigen Tagen die Wärme für Heizung und Warmwasser. Diese Wärme speichert der über zwei Stockwerke reichende Wasserspeicher für Tage oder Wochen, um auch sonnenarme Zeiten zu überbrücken. Voraussetzung ist ein steiler Anstellwinkel der Kollektoren, damit die Sonne, wenn sie im Winter tief steht, nahezu senkrecht auf die Flächen scheinen kann und somit besonders viel Solarwärme aufnimmt. Ebenso wichtig sind eine sehr gute Wärmedämmung und ein Niedertemperaturheizsystem.

In dem unterkellerten Gebäude ist ein ummauerter Solarspeicher mit beachtlichen Ausmaßen integriert. Der 7200-Liter-Tank mit 1,4 Metern Durchmesser und 5 Metern Höhe, steht inmitten des Hauses, reicht vom Keller bis ins Erdgeschoss und lenkt im Rohbauzustand als optisches Highlight die Aufmerksamkeit auf das Heiz-System. Dank sehr guter Kollektorleistung und optimaler Wärmespeicherung ist selbst an bedeckten Tagen eine gute Energieausbeute zu verzeichnen. Bei einer längeren Kälteperiode ohne Sonnenschein liefert ein Holzscheitofen zusätzliche Behaglichkeit.

Sonnige Zeiten für die Umwelt und den Geldbeutel

Wer in ein intelligent geplantes Solarhaus 50+ investiert, zahlt nur wenig mehr als für ein konventionelles Haus und deckt ohne Umweltbelastung den Energiebedarf seines Hauses. „Die Sonnenenergie kann zur Wärmegewinnung und zur Stromerzeugung genutzt werden. Die Kosten und Aufwendungen für den Betrieb des Hauses sind unglaublich gering. Ein Bauherr profitiert ein Leben lang von dieser Entscheidung.“ so der Architekt.

KfW 55 Standard und 150,00 Euro Heizkosten im Jahr

Das Gebäude im Stadtteil Aising ist als massiver Ziegelbau errichtet. Die neuen Ziegel sind mit dem natürlichen Vulkangestein Perlit gefüllt. Ihre hohe Dämmfunktion macht eine zusätzliche Wärmedämmung überflüssig. Die Wärmeschutzfenster sind dreifach verglast. „Das Rosenheimer Sonnenhaus ist nach neuestem KfW 55 Standard gebaut und erfüllt alle Anforderungen gemäß EnEV.“ berichtet Architekt Hanns Thäle. Neben Wandflächenheizungen, deren Rohre unter Putz liegen gibt es im Flur und im Bad Fußboden-heizungen. Dadurch findet sich im ganzen Haus kein einziger störender Heizkörper. „Ansonsten ist das Haus herkömmlich in Mischbauweise geplant“, erklärt Thäle. „Der zukünftige Eigentümer muss nicht auf Eleganz und Komfort verzichten und hat zudem noch viel Spielraum für eigene Ideen.“

Der Architekt – überzeugt vom Beitrag zum Klimaschutz

“Es geht auch ohne fossile Energie.“ beschreibt Architekt Thäle seine Faszination für die aktive Nutzung von Solarwärme. „Architektur muss sich an den Klimawandel anpassen. Ich befasse mich seit Anfang der 1980er Jahre mit einer möglichen aktiven und passiven Nutzung der Sonnenenergie. Leider war damals die Technik bei Weitem nicht auf dem heutigen Stand. Ich bin sicher, dass Sonnenhäuser in wenigen Jahren Baustandard sein werden und freue mich, endlich das erste und hoffentlich nicht das letzte Sonnenhaus in Rosenheim zu realisieren.“

Technische Daten:
Einfamilienhaus mit 124 m² Wohnfläche
Grundstücksgröße 355 m²
Ziegelbauweise mit integrierter Perlit-Dämmung Kalkputz innen und außen
Kollektorfläche: 32 m²
Kollektorneigung: 30° plus Absorber innerhalb der Vakuumröhren mit 45°, Gesamteinstrahlungs-Neigung: 75°
Pufferspeicher: Sailer Solartank mit 7,2 m³ Volumen,
Höhe 5 Meter, einstufige Be- und Entladung
Wärmeverteilung: Wandflächenheizung und Fußbodenheizung
Zuheizung: Holzscheitofen (Kachelofen) von Powall
Brennstoffbedarf: Zwei bis drei Ster (Raummeter) Scheitholz pro Jahr

Zur Person/Hintergrund:

Hanns Thäle, Dipl. Ing. Architekt, mit eigenem Büro in Rosenheim ist spezialisiert auf ökologische Bauweisen in Verbindung mit Solartechnik im Alt- und Neubau. Seine Visionen und Ideen wirken durch zahlreiche realisierte Projekte, Wettbewerbserfolge, Studien-reisen und Vorträge. Hanns Thäle ist Mitglied im Sonnenhaus-Instituts e.V. mit Sitz in Straubing.

Den Baufortschritt des Sonnenhauses kann man im Ortsteil Aising, Am Liss 3 d, verfolgen.

Mehr Informationen gibt es unter
http://www.solarbau-thaele.de

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Klima- und Energiefonds: 18 Mio Euro für private Photovoltaikanlangen

Der Klima- und Energiefonds richtet sich mit seiner „Förderaktion Photovoltaik 2009“ ausschließlich an private Haushalte, die eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung bis 5 kW installieren.

Achtung: Voraussetzung für eine erfolgreiche Einreichung ist ein verbindliches Angebot. Antragstellerinnen und Antragsteller haben bis zur Einreichung am 04.08.2009, 10 Uhr, Zeit, sich bei fachkundigen Unternehmen beraten zu lassen um sich ihr verbindliches Angebot einzuholen. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online und nach dem „first-come – first-serve Prinzip“; das heißt, die Förderungen werden nach dem Einlangen der Ansuchen gereiht und vergeben.

„Es freut mich, dass  wir  mit dem  Schwerpunkt “Photovoltaik“ heuer 18 Millionen Euro an Private vergeben, dies ist doppelt so viel wie 2008. Der Ausbau der Photovoltaik ist die große Zukunftstechnologie zur klimafreundlichen Stromproduktion. Diese Förderaktion leistet einen Beitrag zur Erreichung des Zieles “34% Anteil erneuerbare Energie” und bringt uns einen Schritt näher zur Energieautarkie in Österreich.“, so Umweltminister Niki Berlakovich.

Zwtl.: Höhere Fördersätze für „Gebäudeintegrierte Photovoltaik“

Wer sich für eine gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage entscheidet, kann mit höheren Fördersätzen als für eine klassische Aufdach-Anlage rechnen. „Diese innovative Technologie übernimmt eine direkte Gebäudefunktion, wie zum Beispiel als Fassade, Dach, Balkonverkleidung oder sogar als Sonnenschutz. Die Spezialisierung österreichischer Unternehmen auf gebäudeintegrierte Photovoltaik gilt als die Zukunftshoffnung auf dem internationalen Markt. Dieser neue Baustoff lässt ungeahnte, futuristisch anmutende architektonische Lösungen zu und gilt als Symbol für den Aufbruch in das Solarzeitalter“, so Klima- und Energiefonds Geschäftsführer, Ingmar Höbarth.

Die Förderaktion 2009 schließt direkt an die erfolgreiche Förderung des Vorjahres an. 2008 wurden mit einem Fördervolumen von 10,9 Mio. Euro insgesamt 820 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 3700 kW unterstützt.

Quelle: Klima + Energiefonds 2009

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